Star Trek

Star Trek (Videogame)

Mit Kirk und Spock im Action-Abenteuer

Das Videospiel Star Trek ist an die gleichnamigen Kinofilme angelehnt. Spieler übernehmen als die Sternenflotten-Offiziere Kirk oder Spock Verantwortung und müssen in dem Actionspiel gemeinsam Kämpfe und Abenteuer überstehen sowie kleinere Puzzles lösen. Ganze Beschreibung lesen

Vorteile

  • abwechslungsreiche Aufgaben
  • kooperatives Abenteuer
  • sehr gute englische Vertonung
  • hervorragende Musik

Nachteile

  • Gameplay in Kämpfen hakelig
  • lineare Handlung mit wenig Freiheit
  • geringer Spielumfang

Gut
7

Das Videospiel Star Trek ist an die gleichnamigen Kinofilme angelehnt. Spieler übernehmen als die Sternenflotten-Offiziere Kirk oder Spock Verantwortung und müssen in dem Actionspiel gemeinsam Kämpfe und Abenteuer überstehen sowie kleinere Puzzles lösen.

Koop-Abenteuer mit Kirk und Spock

In nahtlos aneinander gereihten Koop-Missionen stellen sich Spock und Kirk angriffslustigen Aliens, kriechen durch Luftschächte, knacken verschlossene Türen und halten sich wechselseitig mit Phasern und Photonengewehren den Rücken frei.

Die Missionen gleichen der Handlung eines Kinofilms: Außeneinsätze, Stationsbesuche und Schusswechsel im Weltraum wechseln einander ab. In der streng linear aufgebauten Geschichte sucht man nach Hinweisen, löst kleine Denksportaufgaben oder stellt die Stromversorung wieder her, um eine wichtige Tür zu öffnen. Auftauchende Feinde tötet oder betäubt man mit verschiedenen Waffen.

Ein wichtiges Hilfsmittel ist der Tricorder, mit dem man die Umgebung scannt. Auf diese Weise findet man verborgene Türen, Logbücher, schaltet Roboter aus oder knackt verschlossene Türen. Mit gesammelten Erfahrungspunkten kann man seine Ausrüstung im Verlauf von Star Trek verbessern.

Spieler können frei wählen, ob sie als Kirk oder Spock spielen möchten. Auf Wunsch sucht Star Trek nach einem unbekannten Online-Koop-Partner, nach einem Spielfreund oder übernimmt die Steuerung des zweiten Offiziers.

Die Unterschiede zwischen dem Menschen Kirk und dem klugen Vulkanier Spock bildet Star Trek spielerisch ab. Während Kirk eher draufgängerisch an Rätsel geht, sucht Spock nach intelligenten Lösungen für ein Problem: Sucht Spock nach einem Schalter für eine Brücke, ist Kirk bereits über das Hindernis gesprungen.

Mit glühendem Phaser Aliens abwehren

Mit Maus und Tastatur oder mit dem Controller dirigiert man die Spielfiguren von Star Trek hinreichend präzise durch Korridore. Im Kampf ist die Steuerung dagegen etwas tückisch.

Zwar springen die Figuren auf Wunsch zur Seite. Oft genug reicht das aber nicht, um Feinden oder Phaserfeuer auszuweichen. Sinnvoller ist es, sich in Deckung zu gehen und gezielte Schüsse abzugeben.

Weniger die Intelligenz der Feinde als eher die gescripteten Attacken bestimmen den Schwierigkeitsgrad: Hat man eine Welle abgewehrt, kann die folgende direkt im Rücken erscheinen und dem Spieler das Leben schwer machen.

Fällt Spock oder Kirk im Kampf, kann ihn der Teamkollege wiederbeleben. Erst wenn beide Spieler kampfunfähig sind, muss man die Szene wiederholen.

Dasselbe gilt für Raumkämpfe, in denen man die Kampfstation der Enterprise besetzt und in einer taktischen Ansicht Schwachstellen feindlicher Raumschiffe gezielt angreift. Dabei muss man ein Auge auf die eigenen Schutzschilde haben. Durchbricht der Feind die Hülle und zerstört das Raumschiff, muss man den Kampf wiederholen.

Tolle Sprecher, mäßige Grafik

Die Raumschiffe machen in Star Trek grafisch ordentlich was her. Detailreich gleiten sie durch die Weite des Weltraums. Auch Planeten und Raumstation wirken mit viel Liebe zum Detail nachgestellt.

Weniger überzeugen dagegen die Spielfiguren. Auch wenn man die Film-Originale wiedererkennt, fehlt den Gesichtszügen Tiefe. Die Animationen sind zufriedenstellend.

Hervorragend ist die Vertonung mit englischen Originalsprechern. Sie entspricht in Geist und Wortwitz Film und Serie und vermittelt zusammen mit der sehr guten Filmmusik beste Star-Trek-Atmosphäre. Eine deutsche Vertonung fehlt komplett. Untertitel helfen bei Verständnisproblemen.

Auf dem PC belegt Star Trek knapp sechs Gigabyte Platz. Etwas mehr als die Hälfte müssen Playstation 3-Spieler auf der Konsole speichern, was beinahe einer Vollinstallation nahe kommt - nicht mehr ganz zeitgemäß. Auch die langen, nicht überspringbaren Intro-Videos stören beim Spielstart.

Fazit: Filmreifes Action-Abenteuer nicht nur für Trekkies

Trekkies sollten sich Star Trek-Fans nicht entgehen lassen. Klar, in den Schusswechseln bieten Shooter das flüssigere Gameplay und an die Rätsel- oder Kletterpartien von Tomb Raider kommt Star Trek nicht heran.

Die Schwächen im Detail macht die Handlung zusammen mit den tollen Sprechern und der exzellenten Filmmusik zumindest teilweise wett. Was Star Trek allerdings fehlt, ist eine länger fesselnde Unterhaltung. Ist man durch das vergleichsweise kurze Spiel einmal durch, bietet das linear aufgebaute Star Trek kaum noch Herausforderungen.

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